BVEO: Deutsche Obst- und Gemüseproduktion trotz schwieriger Rahmenbedingungen widerstandsfähig

BVEO: Deutsche Obst- und Gemüseproduktion trotz schwieriger Rahmenbedingungen widerstandsfähig

Die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e. V. (BVEO) zieht für das Jahr 2025 eine insgesamt positive Bilanz. Die Gemüseversorgung sei dank ausgeweiteter Anbauflächen und guter Produktionsbedingungen stabil geblieben, die Obsterträge hätten sich nach wetterbedingten Einbrüchen erholen können. Dies berichtete der BVEO in einer Online-Presseinformation im Fruchthandel Magazin vom 05.02.2026.

Gleichzeitig machten Herausforderungen wie Schädlingsdruck, begrenzte Pflanzenschutzmittel und zunehmende Importe deutlich, dass die Märkte nach wie vor unter Anpassungsdruck stünden. Die konstante Verbrauchernachfrage deute jedoch darauf hin, dass frische Erzeugnisse aus heimischer Produktion auch künftig eine wichtige Rolle beim Einkaufsverhalten der Haushalte spielten.

Unverzichtbarer Beitrag zur Versorgungssicherheit

BVEO-Geschäftsführer Dr. Christian Weseloh betonte laut vorliegender Pressemeldung: „Frisches Obst und Gemüse bleiben ein fester Bestandteil auf dem Speiseplan der Haushalte in Deutschland – und dies, obwohl weltweite und nationale Spannungen in Politik und Wirtschaft weiterhin zu Verunsicherung bei den Verbrauchern und zu einem insgesamt zurückhaltenden Kaufverhalten führen. Das ist eine gute Nachricht“. Er machte deutlich, dass die Bäuerinnen und Bauern sowie die Erzeugerbetriebe mit Mut und Entschlossenheit die großen Herausforderungen der Zeit angingen, sich gegen den hohen Preis- und Kostendruck stemmten und einen unverzichtbaren Beitrag zur Versorgungssicherheit mit bezahlbaren und gesunden Lebensmitteln leisteten.

Herausforderung: Ausweitende Gemüse-Anbauflächen

Laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) stand im Jahr 2025 die deutsche Gemüseproduktion insbesondere vor der Herausforderung sich weiter ausweitender Anbauflächen. So hätten die Freilandanbauflächen für Gemüse bereits im Jahr 2024 ein ausgesprochen hohes Niveau erreicht, 2025 weiteten die Betriebe die Flächen demnach nochmals aus. Günstige Bodenbedingungen zu Jahresbeginn und ein warmes Frühjahr führten dazu, dass die Saison früh startete und zu steigenden Erntemengen führte. Dies habe die Erzeugerpreise über große Teile des Jahres hinweg unter Druck gesetzt. Zusätzlich belastete die Betriebe die weiterhin angespannte Situation beim Pflanzenschutz. Nasse und warme Witterungsphasen hätten das Risiko von Pilzbefall erhöht.


Die Freilandgemüseernte fiel der AMI zufolge 2025 leicht höher aus als im Vorjahr. Insgesamt wird mit 4 Mio. Tonnen gerechnet, womit die Erntemenge um knapp 1 % über dem Ergebnis von 2024 liegt. Die Gemüseernte im geschützten Anbau wird der vorliegenden Information zufolge mit 210.000 t ebenfalls auf Vorjahresniveau geschätzt. Bei Speisepilzen dürfte die Menge von 2024 in 2025 knapp erreicht werden.


Für die Verbraucher blieben die Gemüsepreise insgesamt stabil bis leicht rückläufig, ist der Pressemitteilung zu entnehmen. Laut AMI gaben die Verbraucher insgesamt gut 264 Euro je Haushalt für frisches Gemüse aus. Die eingekaufte Menge stieg gegenüber 2024 um 1 Prozent auf gut 89 Kilogramm je Haushalt. Die Umsätze auf Verbraucherebene lagen damit nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres.

Ausblick für den Gemüsemarkt 2026

Laut BVEO-Pressemeldung und AMI startete der Gemüsemarkt mit einer stabilen Versorgungslage in das Jahr 2026. Die ausgeweiteten Anbauflächen und frühen Pflanzmöglichkeiten könnten erneut zu hohen Mengen führen, während Witterung, Schädlingsdruck und begrenzte Pflanzenschutzmittel weiterhin Herausforderungen bleiben. Man rechnet mit einer voraussichtlich konstanten Verbrauchernachfrage, sodass der Markt „insgesamt solide, aber weiterhin unter Preisdruck“ in die neue Saison starte.


Auf der FRUIT LOGISTICA Anfang Februar in Berlin gab die BVEO Fachbesuchern und Kunden aus aller Welt einen umfassenden Einblick in Produkte und Produktneuheiten in den Bereichen Gemüse und Obst. Im Zentrum des Engagements der BVEO auf der Messe stand ein rund 1.400 Quadratmeter großer Gemeinschaftsstand, auf dem erneut die große Bandbreite heimischer Produkte präsentiert wurde.

Quelle: Pressemeldung auf fruchthandel.de vom 05.02.2026: „BVEO-Bilanz: Produktionsstarkes Obst- und Gemüsejahr 2025“ (https://www.fruchthandel.de/news/bveo-bilanz-produktionsstarkes-obst-und-gemuesejahr-2025)

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