Erntemenge bei heimischen Champignons gesunken

2022 war ein unterdurchschnittliches Jahr für die Champignonbranche

Nachdem Champignons vom Corona bedingten Nachfrageschub im Einzelhandel 2020 und 2021 überdurchschnittlich profitierten, gingen die Einkaufsmengen nach Abklingen der Corona Pandemie 2022 überdurchschnittlich zurück. Im Vergleich zu Frischgemüse verloren sie bei der Menge (-10,6 % statt -6,9 %) deutlich stärker (AMI,2023). Auf diese sinkende Nachfrage trafen 2022 die extrem gestiegenen Energiepreise, Kostenexplosionen bei den Betriebsmitteln und Logistik sowie die Mindestlohnerhöhung für die Erntehelfer. So ist es kaum verwunderlich, dass laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) die Gesamtmenge an heimisch produzierten Champignons um 6 % gesunken ist. Demnach wurden in Deutschland 76.100 Tonnen Champignons geerntet. Trotzdem handelte es sich nach 2021 und 2020 um die drittgrößte Erntemenge seit der Erfassung der Speisepilzernte 2012, was die Leistung der Kulturpilzproduzenten trotz der Herausforderungen und Krisen zeigt. Zeitgleich ist aber erstmalig seit 2014 die Erntefläche für die Erzeugung von Champignons im Jahr 2022 gesunken um 1 % gegenüber dem Vorjahr auf 361 Hektar. Das kann der Bund deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer e. V. (BDC) bestätigen, insbesondere kleinere Betriebe belasten die massiven Kostensteigerungen zu sehr, sodass es vereinzelt zu Betriebsaufgaben kommen kann, wenn die Kosten nicht mehr weitergegeben werden können. Insgesamt ist aber erfreulich, dass aufgrund des geänderten Ernährungsverhaltens (weniger Fleisch) weiterhin ein Trend zu frischen heimischen Pilzen aus regionalem Anbau zu verzeichnen ist, obwohl die Verbraucherpreise gestiegen sind.


Text: BDC
Bild: BDC

Beitrag teilen:

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on whatsapp
WhatsApp

Folgende Beiträge könnten Sie auch interessieren: